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Zurück ins Jahr 1997

Nach 25 Jahren blicken wir auf „Be Here Now“ und „Blur“ nach 25 Jahren

Unscharfer Sänger vor dunklem Hintergrund, der das Mikrofon hält und zur Seite schaut.

Zurück ins Jahr 1997

Blur, Oasis und die Britpop-Szene sollten jedem ein Begriff sein. Ebenso wie der ewige Clinch, den eine Chart-Schlacht 1995 zwischen den beiden Indie-Giganten auslöste. Die Medien liebten nicht nur den Kampf der beiden Bands, doch bauschten auch den Aspekt Nordengland gegen Südengland mächtig auf. Am Ende setzte sich Blur mit rund 58.000 mehr verkauften Singles durch. Doch als 1997 beide Bands ein neues Album herausbrachten, war jedem klar: Blur hatte sich im Gegensatz zu Oasis stark vom Britpop distanziert. Die frechen, Cockney-esken Buben von „Parklife“ hatten ihre typisch britisch-sarkastische Attitüde in den neuen Liedern gegen etwas Düsteres, zutiefst Emotionales und viel Energiegeladeneres eingetauscht.

 

Das Album startet mit „Beetlebum“ – einem Track, der diese sehr persönliche, kreative Reise der Bandmitglieder – insbesondere Damon – verkörpert. Man munkelt, dass der Song auch von Damons Beziehung zu Justine Frischmann von Elastica, einem weiteren Mitglied der Britpop-Elite, handelt. Die Beziehung der beiden Ikonen begann 1991, so dass das Album nicht nur das Ende von Blurs Rolle im Britpop und die Grabenkämpfe in der Band, sondern auch die Trennung von Damon und Justine musikalisch dokumentiert.

 

Song 2” reißt einfach jeden mit und daher wagen wir die Vermutung, dass es nicht nur der beliebteste, sondern für die meisten Hörer auch der ikonischste Track ist. Je mehr man sich jedoch den Rest des Albums anhört, desto mehr kann man in Tracks wie „M.O.R.“ („Under the pressure, Gone middle of the road, Fall into fashion, Fall out again”) und „Death of a Party“ die Abkehr vom Britpop und die Verarbeitung dieses Prozesses erkennen. Es gibt Momente der Melancholie, Anflüge von Psychedelia („Theme From Retro“), jede Menge Punk-Energie und ausreichend Nabelschau, bei der die Jungs sich und ihre Beziehungen analysieren. Und damit hat das Album eine Sache offiziell gemacht: Das Herauswachsen von Blur aus dem klassischen Britpop.

 

Im August 1997, sechs Monate nach der Veröffentlichung von „Blur“, veröffentlichten Oasis dann „Be Here Now“. Und hier fühlt man den Swag der beiden Vorgängeralben schon ab dem ersten Titel „D'You Know What I Mean“ deutlich. Aber kommt das wirklich überraschend? Schließlich scheint dieser Swag bei den übercoolen Gallagher-Brüdern auf Lebenszeit gepachtet zu sein. Aber zurück zum Song, der im krassen Gegensatz zu einigen Tracks auf „Blur“ steht: Schrill, laut und riesengroß kommt er daher – Gitarrendubs und dröhnende Drums im Überfluss. „My Big Mouth“ hingegen gibt mit folgenden Lyrics einen Einblick in die Beziehung der Band zum eigenen Promistatus und der Rolle als Ikone der britischen Kultur: „My big mouth, my big name..... walking slowly down the hall of fame...“. Zudem schenkte uns das Album einige große Indie-Hymnen wie „Stand By Me“, „All Around The World“ und „Don't Go Away“ und war auch wegen dieser mitreißenden Tracks ein großer kommerzieller Erfolg. Allerdings stimmten die Meinungen der Fans nicht mit denen der Kritiker überein. Hier waren einige der Meinung, dass Oasis ewig weiter am Rockzipfel des Britpop hängen und sich nicht vom unverkennbaren Sound der früheren Veröffentlichungen lösen würde – egal, ob dieser noch relevant sei oder nicht. Denn seien wir mal ehrlich: Selbst im Jahr 1997 war die Britpop-Szene eigentlich schon längst in den letzten Atemzügen.

 

Wie auch immer man diese Alben oder die beiden Bands finden mag, eins ist sicher: Sie sind mitsamt dem Britpop und vielen weiteren Kultbands für immer in der globalen Popkultur verankert. Und auch in manchen unserer Herzen. Denn die Britpop-Ära beeinflusst auch heute noch neue Bands, neue Songs und unsere Hörgewohnheiten.  

 

Bildquelle: “Blur - Song 2 (Official Music Video)”, von Blur auf YouTube hochgeladen

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