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Grandmaster Flash and the Furious Five

„The Message” Rezension

Bildquelle: „Grandmaster Flash | Arte TRACKS”, von Arte TRACKS auf YouTube hochgeladen

Grandmaster Flash and the Furious Five

Es ist 1982. Im Radio läuft vorwiegend Disco, Prince William wird geboren, Ozzy Osbourne beißt einer Fledermaus den Kopf ab und New York City steht Kopf. Außerdem ist es das Jahr, in dem Grandmaster Flash and the Furious Five ihr Debütalbum „The Message“ veröffentlichen – und damit einen Wandel auslösen, mit dem keiner gerechnet hatte.

Die Jungs sagen dir nichts? Dann ist es allerhöchste Zeit, deine Plattensammlung aufzustocken. Denn ohne diese sechs Ausnahmetalente hätte es vielleicht einen Snoop Dogg, Wu-Tang Clan, Tupac Shakur – ja, im Grunde die gesamte Hip-Hop-Szene – nie gegeben.

Seitdem Grandmaster Flash (eigentlich Joseph Saddler) und seine fünf Kumpels 1978 in der rauen South Bronx durchstarteten, haben sie wohl mehr für die Rap-Musik getan als jeder andere Künstler davor oder danach. Natürlich haben sie das Genre nicht im Alleingang erfunden. Aber sie haben es in eine neue Richtung gelenkt, indem sie dem hausgemachten „Blockparty“-Sound der 70er Jahre eine hochwertige Produktion verpassten und im Zuge dessen klar von der Disco-Musik abgrenzten. Wer tiefer in die Szene von damals eintauchen will, dem können wir „The Get Down“ von Baz Luhrmann auf Netflix wärmstens ans Herz legen.

Und dabei waren Grandmaster Flash and the Furious Five alles andere als Sell-Outs. Mit ihrem erfolgreichen Titelsong, einem klugen und treffenden sozialen Kommentar, brachten sie dem Rap die Anerkennung der Kritiker, ohne sich dabei zu verlieren. Zwar sahen sie damals noch nicht aus wie die Rapper, die wir heute kennen – dazu war im Genre noch zu wenig Geld geflossen – dennoch bearbeiteten sie bereits Kernthemen wie die Rassenungleichheit und die harten Lebensbedingungen in den vernachlässigten Wohnvierteln. Kombiniert mit schnellen Reimen und einfallsreichem Sampling boten sie so einen Sound, der alle Zutaten des Genres bereits aufweisen konnte.

Und: Sogar der Ursprung des Genre-Namens „Hip-Hop“ wird Keith Cowboy, einem der Furious Five, zugeschrieben. Denn er bediente sich für seinen Freestyle-Scat, der auf den Underground-Partys in New York traditionell zum Besten gegeben wurde, am Rhythmus des militärischen Gleichschritts.

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