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Musikrezension: Dire Straits – Brothers in Arms

Der Singer von der Musikband Direstraites während eines Konzerts.

Kürzlich haben wir unsere Good Vibes-Albumrezensionen durchstöbert und festgestellt: Es ist schon eine Weile her, dass wir ein Album ausgewählt haben, das vor 1990 erschienen ist. Klar, die 90er- und 00er-Nostalgie ist einfach zu gut, aber das Leben ist eben eine Frage der Balance. Also haben wir uns diesen Monat mal wieder etwas tiefer ins Archiv gegraben...

 

Unsere Wahl fiel auf ein Album, das nicht nur von Millionen von Vätern auf der ganzen Welt gefeiert wird – es gehört auch zu den meistverkauften Alben der 80er. Es war das erste Album, das über eine Million CDs verkauft hat (ja, damals waren CDs das Next Big Thing) – und das erste Musikvideo auf MTV Europe kam auch von hier. Heute schauen wir uns also einen echten Rockklassiker an: Brothers in Arms von Dire Straits.

 

Zuerst ein kleiner Geschichtsunterricht: Lead-Gitarrist und Sänger Mark Knopfler gründete die Band 1977 in London (nur sechs Jahre nachdem das erste Penta seine Türen öffnete!) und hatte mit der Debütsingle Sultans of Swing direkt durchschlagenden Erfolg – seine Gitarrenkünste waren unbestritten. In den späten 70ern und frühen 80ern folgten mehrere Alben, die Dire Straits als eine der Top-Bands Großbritanniens etablierten. Mitte der 80er hatten sie dann das Budget und den Rückhalt, um in die Karibik zu fliegen und dort mit modernster Technik und Ausrüstung aufzunehmen.

 

Das Ergebnis war ein Album, das wie gemacht war, um das digitale Musikzeitalter (CD statt Vinyl) einzuläuten. Nur ein Problem: Die Presse mochte es nicht. Die Kritiken reichten von gemischt bis vernichtend – ein echter Kaltstart. Aber das Publikum sah das ganz anders: Das Album schoss direkt auf Platz eins in Großbritannien und vielen anderen Ländern. Und je mehr Zeit verging, desto mehr verkaufte sich Brothers in Arms. Kein Wunder also, dass spätere Rezensionen die Meinung der Fans deutlich eher widerspiegelten.

 

Aber was macht das Album eigentlich so besonders? Ein guter Einstieg sind Track 2 und 3 der Platte. Money for Nothing gehört ganz klar zu den ikonischsten Gitarrenriffs aller Zeiten. Selbst wenn du meinst, es nicht zu kennen – du hast es ganz sicher schon mal gehört. Mit surrealen, augenzwinkernden Lyrics über zwei Arbeiter, die Musikvideos schauen und dazu kommentieren, funktioniert der Song einfach. Ganz ehrlich: Ein Song über “Mikrowellenherde” sollte eigentlich nicht so gut sein – und ist es trotzdem.

 

Direkt danach folgt Walk of Life – einer der größten Hits der Band. Getragen von einem sofort wiedererkennbaren Synth-Hook ist das so ein Song, der bei dir Nostalgie auslöst, selbst wenn du ihn noch nie gehört hast (Spoiler: Hast du bestimmt). Er klingt total nach den 80er – und trotzdem irgendwie zeitlos.

 

Diese beiden Songs gehören definitiv zu den Highlights von Brothers in Arms, aber der Rest muss sich nicht verstecken. Your Latest Trick und der Titeltrack zeigen ebenfalls, was Knopfler als Gitarrist und Songwriter draufhat. Dieses Album kombiniert technisches Können mit intelligenten, bildhaften Texten – verpackt in ein eingängiges Pop-Rock-Gewand. Das Album wird jetzt 40 Jahre alt, aber es klingt immer noch verdammt gut.

 

Brothers in Arms wurde am 17. Mai 1985 veröffentlicht.

 

  

Still credits: “Dire Straits - Live Wembley 1985“  uploaded to YouTube by Archives World Music

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